Österreichischer Hapkido Fachverband

Austrian Hapkido Association

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Diese Seite bietet Antworten auf „häufig gestellte Fragen)“ (engl. ‚Frequently asked questions‘ – kurz F.A.Q.) über Hapkido, den Einstieg ins Training und vieles mehr.
Die nachfolgende Frage/Antwort-Liste wird laufend ergänzt. Sollte deine Frage hier nicht (ausreichend) beantwortet werden, dann wende Dich an einen Hapkido-Meister, oder kontaktiere unseren Webmaster – der deine Frage weiterleitet.


 

Was bedeutet „Hapkido“?

Wörtlich übersetzt bedeutet ‚Hap-Ki-Do‘: ‚Zusammen-Energie-Weg‘. In englischen Quellen wird Hapkido daher oftmals als ‚(the) way of coordinated power‘ bezeichnet. Eine deutsche Übersetzung von Hapkido ist ‚Ein Weg, die (Lebens-)Energie in Harmonie mit dem Körper zu vereinigen‘. Das Wesen von Hapkido kann aus der tieferen Bedeutung der Namensbestandteile abgeleitet werden.
>Mehr über Hapkido

Wo hat Hapkido seine Wurzeln?

Hapkido kommt aus Korea. Vorläufer der modernen koreanischen Kampfkünste sind bereits vor 2000 Jahren zu finden. Die Selbstverteidigungs-Kampfkunst Hapkido wurde von GM (=Großmeister) ‚Choi Yong-Sool‘ aber erst vor ca. 60 Jahren begründet. Daraus haben sich seitdem viele Hapkido-Stile entwickelt.
>Mehr über die Geschichte von Hapkido

Ist Hapkido mit anderen Kampfkünsten verwandt?

Ja, wobei der Grad der Verwandtschaft variiert:
a) Hapkido und Taekwondo sind grundsätzlich zwei sehr unterschiedliche moderne koreanische Kampfkünste, wobei Taekwondo im Allgemeinen stark wettkampforientiert trainiert wird. In beiden Systemen sind aber viele alte koreanische Schlag- und Beintechniken zu finden, die mehr oder weniger ident sind (auch wenn sie unterschiedliche Namen haben). Außerdem werden in vielen Taekwondo-Schulen auch Selbstverteidigungstechniken unterrichtet die großteils ursprünglich aus dem Hapkido-System stammen.
b) Viele andere moderne koreanische Kampfkünste sind Hapkido-Varianten die zu 90% auf den Hapkido-Techniken beruhen aber unter einem anderen Namen bekannt sind. Beispiele hier für sind u.a. HwaRangDo, HanMuDo etc.
c) Schließlich lässt sich über GM ‚Choi Yong-Sool’s Lehrmeister Sensei ‚Sokaku Takeda‘ auch eine Verbindung zur japanischen Kampfkunst Aikido herstellen, da auch der Aikido-Begründer Sensei ‚Morihei Ueshiba‘ ein Schüler von GM Takeda war.
>Mehr über die Entwicklung von Hapkido

Wer kann/soll Hapkido trainieren; gibt es besondere Voraussetzungen?

Für das Hapkido-Training sind keine besonderen Voraussetzungen nötig. Deshalb wird Hapkido auch von Frauen und Männern verschiedenen Alters, Konstitution und Kondition trainiert. Als Mindestalter für das Erwachsenentraining gelten 14 Jahre. Für Kinder (6-14 Jahre) wird (in manchen Dojangs) ein spezielles Kindertraining angeboten, in dem Hapkido-Grundtechniken altersgerecht unterrichtet werden.
Gleichgültig ob Du bereits einen Ruhepuls von 45 Schlägen/min hast oder bereits nach 15 Stufen eine Pause brauchst. Wenn dein Körper grundsätzlich durch sportliche Betätigung belastbar ist (im Zweifelsfall bitte den Hausarzt kontaktieren), dann steht dem (ersten) Hapkido-Training nichts mehr im Weg.
Wenn Du also Freude an sportlicher Betätigung und Interesse für neue Bewegungsfolgen und die Themen Selbstverteidigung/Kampfkünste hast, werden wir Dich wohl bald bei einem Probetraining begrüßen können.
Und obwohl das Ausprobieren/Kennenlernen von Hapkido kein Geld kostet, ist die tatsächliche Teilnahme an einem Probe-Training für viele die eigentliche Überwindung. Jeder (auch noch so lange) Weg beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt – und wenn Du diesen nicht ‚alleine‘ tun möchtest, dann bring einfach eine Freundin/einen Freund mit.

Wo und wann kann ich Hapkido trainieren?

Jedermann/-frau ist herzlich zu einem kostenlosen Schnuppertraining eingeladen! Besuche dazu einfach gleich das nächste Hapkido-Training in deiner Nähe. Eine Voranmeldung per E-Mail oder Telefon beim jeweiligen Vereinsleiter/Trainer/Meister wäre eine nette Geste. Die Dojangs/Vereine und des Österreichischen Hapkido Fachverbands ihre Trainingszeiten findest du unter:
>Dojangs des ÖHKDF

Was sollte man vor dem ersten Hapkido-Training wissen, was ist mitzubringen?

1) Dass Du gerade dieses FAQ durchliest, zeigt schon, dass Dich Hapkido ernsthaft interessiert.
2) Zum Schnuppertraining bitte eine bequeme Trainingskleidung (z.B.: Jogginghose, T-Shirt) mitbringen. (Ein Judo-Anzug oder ähnliches geht auch, ist aber kein Muss). Turnschuhe für die Halle sind nicht notwendig, wir trainieren Barfuß. Vor und nach dem Training besteht auch die Möglichkeit sich vor Ort zu Duschen.

Gibt es auch ein spezielles Hapkido-Kindertraining?

Ja. Für Kinder (6-14 Jahre) wird (in manchen Dojangs) ein spezielles Kindertraining angeboten, in dem Hapkido-Grundtechniken altersgerecht unterrichtet werden.
Mehr Informationen dazu findest Du unter >Hapkido für Kinder

Was wird im Training unterrichtet?

Das Hapkido-Training setzt sich aus allgemeinen, die sportliche Leistungsfähigkeit steigernden und Hapkido-spezifischen Inhalten zusammen. Die Anteile variieren von Training zu Training. Zum allgemeinen Teil gehören Übungen/Spiele zum Aufwärmen, verbessern der Koordination, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer.
Hapkido-spezifische Trainingsinhalte sind: Meditation, Atemtechniken, Fallschule, Schlag- und Beintechniken und Selbstverteidigungstechniken gegen verschiedene Angriffsformen (je nach Graduierung). Dazu gehören Befreiungs- und Abwehrtechniken, Hebel- und Wurftechniken sowie Techniken zur Waffenabwehr sowie der Umgang mit traditionellen Waffen.
>Mehr zum Hapkido-Ausbildungsweg

Wie verhalte ich mich im Dojang?

Wörtlich übersetzt bedeutet ‚Dojang‘: der Ort (jang) wo der Weg (do) gelehrt wird. Das geht weit über die Turnhalle als reine Trainingsstätte hinaus. Ein so verstandener Ort kann jedoch nur entstehen, wenn die Personen, die sich darin aufhalten und miteinander trainieren eine bestimmte Etikette einhalten. Die Einhaltung der Dojang-Etikette ist ein wichtiger Teil der Budo-Tradition und fördert die Kultivierung/Entwicklung des Charakters.
Die Etikette lässt sich durch folgenden Satz zusammenfassen: Behandle deinen Meister/Trainer und deine Trainingspartner mit Respekt und sei offen, aufmerksam, höflich, fleißig und hilfsbereit.

Welche koreanischen Begriffe sollte ich kennen?

Beim traditionellen Hapkido-Training werden Zahlen, ‚Kommandos‘ und Fachbegriffe in ihrer koreanischen Form verwendet. Dahinter verbirgt sich aber keine Geheimsprache, sondern schlicht die Hapkido-Muttersprache: Koreanisch. Beispielsweise bedeutet ‚Ap Tschagi‘ übersetzt einfach ‚gerader Fußtritt‘. Bereits nach wenigen Trainingsstunden verankern sich so viele Begriffe ‚wie von selbst‘ im Gedächtnis. Die wichtigsten sind:

‚Charyot‘ … Achtung! (Stellung für Verbeugung einnehmen)
‚Kyong-Nje‘ … Verbeugen
‚Schi-Tschak‘ … Start, Los!
‚Paro‘, ‚G(u)man‘ … Stop, Pause
‚Tora‘ … In der Reihe weiterdrehen
‚BalBak(u)o’/’Sonbak(u)o‘ … Bein-/Armwechsel

Auf der Homepage von ‚Hapkido Wien – Verein für koreanische Selbstverteidigung‘ gibt es: >Koreanisch für Hapkidoins

Wie groß ist das Verletzungsrisiko?

Entgegen der weit verbreiteten Annahme passiert beim Training von Budo-Sportarten weniger als im Breitensport.
Zum Ersten werden die Übenden durch gründliches Erwärmen, Mobilisieren, Dehnen, und Kräftigen auf Alltags-unübliche Bewegungsfolgen vorbereitet. Zweitens ist die Anleitung zum respektvollen, achtsamen Umgang mit den anderen Trainingspartnern ein wesentlicher Bestandteil im Hapkido-Ausbildungsweg. Schließlich soll hier aber nicht ein falsches Bild von der Effektivität der Hapkido-Techniken entstehen. Ziel der Selbstverteidigung ist die kontrollierte (angemessene) Reaktion auf einen Angriff, die in der Regel Schmerzen für den Angreifer bedeuten. Beim Üben der Techniken können somit durchaus vereinzelt leichte Blessuren (blaue Flecke, Hautrötungen) entstehen. Ungeachtet dessen nehmen Damen und Herren unterschiedlichen Alters und Konstitution mit Freude am Training teil.

Wie lange muss man für den 1. Dan-Grad (schwarzen Gürtel) trainieren?

Diese Frage lässt sich vorab nur schwer beantworten. Jede(r) Hapkidoin bringt andere Voraussetzungen mit, durchlebt einen eigenen Entwicklungsprozess und macht unterschiedlich schnelle Fortschritte beim Erlangen des nötigen Könnens und der nötige Reife, um zur entsprechenden Prüfung antreten zu können.
Aus der Erfahrung der Vergangenheit kann jedoch eine Zeitspanne von 5+ Trainingsjahren als Richtwert dienen. Das Prüfungsprogramm für den 1. Dan-Grad umfasst sehr viele Techniken: ~300 Selbstverteidigungs-Techniken, ~50 Beintechniken, ~30 Armtechniken. Dazu kommen noch Fallschule, Atemtechniken, Bruchtests, Freier Kampf (Sparring) und schließlich eine Prüfung über Theorie (zB Trainingslehre und Hapkido spezifisches). Trotz dieser Fülle wird bei der Ausbildung besonders Wert auf ‚Qualität‘ d.h. präzise Ausführung und Verständnis gelegt.

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  • Daehan Minguk Hapkido Europe